Frühjahr 2009: 20 Jahre SkF e.V. Kiel, Außenstelle Flensburg

20 Jahre SkF e.V. in Flensburg

Angefangen hatte in Flensburg alles mit der ehrenamtlicher Arbeit von SkF e.V.-Mitgliedern, die Frauen und Familien bei Problemen menschlichen Beistand leisteten und die Hilfe des SkF e.V. Kiels vermittelten: Ingrid Jendrzejewski und Gisela Philippsen sind zwei davon, die auch heute noch für den SkF e.V. Kiel aktiv sind. Sie melden Anfang der 1980er Jahre regelmäßig nach Kiel, dass der Bedarf an Beratungen in Flensburg ständig wächst. Der SkF e.V. Kiel reagierte und gründet im August 1988 die Außenstelle Flensburg des SkF e.V. Kiel als katholische Beratungsstelle im hohen Norden. Als Beraterinnen sind in der Dr.-Todsen-Straße 4 in Flensburg Diplom-Sozialarbeiterin Christel Hagedorn-ten Haaf und Diplom-Pädagogin Dodo Runge tätig.

„Wir haben im ersten Jahr (1987) Menschen in 161 Fällen beraten und unterstützt“, erzählen sie. Heute sind es 523 Fälle (2008), bei denen die beiden Beraterinnen 618 Menschen helfen konnten. Damals wie heute steht die Schwangerenberatung im Vordergrund, heute haben sich jedoch die flankierenden Maßnahmen und Angebote der Beratungsstelle für Schwangere, Frauen, Männer, Paare und Familien deutlich vergrößert. „Unser Ansatz ist, ein ganzheitliches Angebot aus einer Hand vorzuhalten“, sagt Dodo Runge. Hilfe bei Anträgen, Beratungen zum Thema Sorgerecht und Unterhalt, zur Existenzsicherung, Tot- und Fehlgeburt, Pränataldiagnostik, Partnerschaftskonflikte, Schuldenproblematik, psychosoziale Beratung und vieles mehr leisten die Frauen, dazu gibt es verschiedene Gruppenangebote für Mütter und Kinder. Besonders die Beratung und Begleitung allein erziehender Frauen hat sich zu einem Schwerpunkt entwickelt.

Die Frauen kommen dank Mund-zu-Mund-Propaganda in die Beratungsstelle. „Das ‚katholisch’ im Namen ist jedoch für viele immer noch eine Hemmschwelle“, sagt Christel Hagedorn-ten Haaf und betont: „Zu uns kann jede Frau kommen und das Angebot nutzen, egal welcher Herkunft oder Konfession und egal welchem Bildungsgrad sie hat.“

Das Engagement der Flensburger Mitarbeiterinnen geht weit über die Beratungen hinaus: „Wir haben den „Arbeitskreis soziale Gerechtigkeit“ mitgegründet und erreichen über dieses Netzwerk Kommunalpolitiker und Behörden. Gleichzeitig engagieren wir uns aktiv im Flensburger Frauenforum, einem Zusammenschluss der Frauenvereine und -verbände, und in anderen Arbeitskreisen. In dieser Weise können wir uns verstärkt für die Belange der Frauen und Kinder einsetzen und politische Forderungen stellen. So setzen wir die damals von Agnes Neuhaus begonnene soziale und politische Arbeit fort.“

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